Countdown bis zum Vorstellungsgespräch: Aktuelle Presseberichte

Foto: Katharina Böhm (Der Fritz, 1/14)

Foto: Katharina Böhm (Der Fritz, 1/14)

In Kürze möchte “Mars One” den verbliebenen 705 Kandidat_innen für die erste bemannte Mars-Mission im Jahr 2025 mitteilen, wann sie von einem Konsortium der niederländischen Stiftung interviewt werden. Sobald mir dazu neue Informationen vorliegen, werde ich Sie hier auf mars.denis-newiak.de sofort mit euch teilen. Noch schneller kommt ihr an neue Infos über meinen Newsletter: Meldet euch an und ich verspreche euch, dass ihr nur die wichtigsten Informationen, dafür aber als die ersten überhaupt bekommt! mars.denis-newiak.de/kontakt

Bis dahin zeige ich euch, was die Presse in den vergangenen Monaten in Bezug auf meine voranschreitende Bewerbung bei “Mars One” berichtet hat.

Der “Focus” veröffentlichte in seinem Heft 18/2014 eine mehrseitige Reportage über das Vorhaben und ein kleines Porträt. Darin heißt es in Bezug auf das gewagt scheinende Vorhaben:

Kindheitsträume sind kleiner.

Über die Mission spricht er trotzdem ohne Euphorie. Ganz ruhig. Erwachsen eben. Er will nicht zeigen, dass es natürlich auch um ihn als Mensch, Abenteuer, Träume vom Unglaublichen geht. Er versteht sich als Botschafter für das Projekt, nicht als Botschafter für Denis Newiaks Träume. „Ich bin doch nur ein Protagonist, das Wichtigste ist die Mission“, sagt er später am Tag.

Anne Golling vom Berliner Kurier brachte ihre Leserschaft am 7. Mai auf den neuesten Stand meiner Bewerbung und schrieb unter anderem:

[D]ie NASA startet frühestens 2040 in Richtung des roten Planeten. Denis will so schnell wie möglich: einmal Mars – und nie mehr zurück. Bei dem Vorhaben hat er weiterhin die Unterstützung seiner Familie: „Sie freut sich mit mir, dass es voran geht.“

So auch die Märkische Allgemeine am 12. Mai, wo ich so zitiert werde:

Ganz wichtig ist mir, auch eine politische Diskussion anzustoßen. Wie können wir Menschen in Zukunft leben? Ich hoffe, dass die Mission zeigen kann, dass auch ein besseres Leben möglich ist, ein Leben, bei dem alle mit eigenen Händen eine neue Form von gemeinschaftlichem Wirtschaften erreichen,  ohne Klassenherrschaft und ohne Umweltzerstörung. Die Vorstellung, dass die Marspioniere so ein Leben führen werden, stimmt mich euphorisch.

Der “Lonely Traveller” interviewte mich für seine Juli-Ausgabe und fragte mich:

Wie stellen Sie sich dort das Leben vor? – Ich glaube, es wird sehr spannend, aber auch anstrengend. Wir werden ja in künstlich klimatisierten Behausungen wohnen und uns außerhalb der Wohneinheiten im Raumanzug bewegen. Aber auf der Erde leben viele unter harscheren Bedingungen.

Besonders freue ich mich über ein interessantes Gespräch mit einem neuen jugendlichen Magazin, das im Juli erstmalig erschien: “Get Lucky” berichtete über verschiedene Formen von Utopie, auch über “die durchgeknallten”:

Leute wie Newiak haben größere Ziele. Er will Antworten finden: auf den erhöhten Energiebedarf, auf soziale Fragen und die zunehmende Knappheit von Raum und Wasser. Das könnte man auch auf der Erde versuchen, aber Newiak will das Problem von außen betrachten.

“Utopien sind das, was den Menschen ausmacht”, sagt Newiak. Was schließlich wären sie ohne sie? Ohne die Idee, einem viereckigen Kasten das Rechnen zu lehren oder ohne diese zwei Brüder, die fliegen wollten wie Vögel? Die eigenen Bedingungen zu hinterfragen und nicht im hier und jetzt zu verharren – das gehöre zum Mensch sein dazu, sagt Newiak. Es zählt der Gedanke. Und die Tat.

Zweite Runde bei Mars: Aktuelle Presseberichte

ZDF Mittagsmagazin vom 21. Januar 2014

ZDF Mittagsmagazin vom 21. Januar 2014

Nach der Vorauswahl von rund 1.000 Qualifizierten für die 2. Runde von “Mars One” ist es um das Projekt vorübergehend ruhiger geworden: Hinter den Kulissen werden die Auswahlgespräche und Tests für die verbliebenen Kandidat_innen vorbereitet und Verträge für Ausstrahlung und Übertragung der “Menschheitsmission” ausgehandelt. Doch vielleicht ist diese Zeit die spannendste: Warum sollten wir diese Mission wagen? Was gewinnen wir dabei? Wie können wir Gesellschaft, Glück und Wirtschaft neu denken, das Mensch-Sein neu verstehen? Diesen Fragen im öffentlichen Diskurs näher zu kommen halte ich für den interessantesten Aspekt des Vorhabens. Daher stelle ich hier Teile der Presseberichte vor, in denen sich Zeitungen und Zeitschriften darauf eingelassen haben, Gedanken zuzulassen, die nicht nur bis morgen reichen.

“Der Fritz – Das Magazin für Kultur und Lebensart” in Brandenburg druckte in seiner diesjährigen Frühlingsausgabe einen ausführlichen Beitrag über meine Qualifizierung für die zweite Runde:

Für mich ist das ein politisches Projekt”, sagt er. “Mit der Besiedlung eines neuen Planeten kann man ein ganz neue Gesellschaft aufbauen. Auf dem Mars soll es keine Armut geben und kein soziale Ungerechtigkeit, sondern eine friedliche, solidarische Gesellschaft mit einem gemeinamen Ziel.” Der rote Planet ist für Denis Newiak der ideale Ort, um eine linke Utopie zu verwirklichen. Versteht er sich als Sozialist, vielleicht sogar als Kommunist? Er überlegt kurz, schüttel dann den Kopf: “Unter diesen Begriffen verseht jeder etwas anderes”, sagt er. “Deshalb möchte er sie nicht mit dem Mars-Projekt in Verbindung bringen. “Dort wird etwas ganz Neues entstehen, vielleiht wirklich eine klassenlose Gesellschaft.” … Wenn der Nachwuchsastronaut über sein Vorhaben spricht, wirkt er ruhig und reflektiert. Er weiß, dass die Mars-Mission für viele ein absurde Idee ist, doch für ihn ist es ein realistisches Projekt mit Risiken, aber vor allem mit großen Chancen.”

Die Märkische Oderzeit veröffentlichte einen längeren Bericht am 14. Februar 2014, in dem es unter anderem heißt:

„Ich wollte schon immer wissen, was unsere Welt zusammenhält“, sagt der Hobby-Astrophysiker. Die gefährliche Reise sei eben der Preis für seinen Forscherdrang. Der angehende Filmwissenschaftler erhofft sich etwa Antworten auf die Fragen, ob Menschen ohne Hierarchien völlig autark leben können, in der Lage sind, sich medizinisch selbst zu versorgen, Pflanzen züchten, die sie essen, mit knap-pen Wasserressourcen umgehen, mit wenig Mitteln Energie erzeu-gen. „Es gibt Gegenden auf der Erde mit schlechteren Bedingun-gen“, sagt er.

Auch die “Freizeit Spaß” (Ausgabe 14/2014) berichtete von dem Vorhaben:

Einen Rückflug wird es nicht geben! Trotzdem will Denis Newiak dabei sein. Warum? “Wenn ich mich auf der Erde umschaue, sehe ich viele Problem wie Ausbeutung und Umweltzerstörung. Auf dem Mars können wir ein Alternativ-Konzept einer Gesellschaft entwerfen und den Begriff Glück neu definieren, davon ist der 25-Jährige überzeugt … “Sicherlicht wird es schmerzhaft, sich von den Liebsten auf der Erde zu trennen”, weiß er. Aber sie verstehen, dass es mir nicht um ein Abenteuer geht. Sondern um den Versuch zu beweisen, dass ein anderes, besseres Leben für alle Menschen möglich ist.”

Das ZDF Mittagsmagazin hat mich am 21. Januar zu sich nach Mainz eingeladen, um über das Mars-Projekt und die weiteren Entwicklungen zu sprechen. Hier geht’s zum Video in der Mediathek des ZDF.

Presseschau vom 3. und 4./5. Januar

"Marsmensch" in den PNN, 3.1.14

“Marsmensch” in den PNN, 3.1.14

Anlässlich meiner Qualifikation für die zweite Runde bei “Mars One”, in welche ich von über 200.000 Bewerber_innen zusammen mit etwa 1.000 Kandidat_innen ausgewählt wurde, trage ich hier einen Teil der Presseberichterstattung zusammen. Kleiner Hinweis: Manche Links zu kostenlos einsehbaren Zeitungsartikeln können im Archiv der Anbieter inzwischen nicht mehr verfügbar sein. Die mir wichtigen Textstellen habe ich euch hier zusammengefasst.

In der Märkischen Allgemeinen Zeitung erschien am 3. Januar ein Artikel unter dem Titel “Aus der Straßenbahn in die Mars-Rakete”. Darin heißt es unter anderem:

„Die Idee hat mich fasziniert“, sagt Newiak. Schon als 13-Jähriger habe er seine Leidenschaft für Astrophysik entdeckt, als er Steve Hawkings „Universum in der Nussschale“ las. Bei der Marsmission gehe es ihm aber nicht um das Abenteuer. Newiak möchte nichts weniger als Geschichte schreiben, er will helfen, die Welt aus dem All heraus zu verändern. „Massenarmut, Umweltzerstörung, politisch-ökonomische Dauerkrisen, für all diese Probleme, die wir auf Erden haben, könnten wir Lösungen finden“, sagt er. Es gehe darum, eine politische Diskussion anzustoßen und zu testen, ob menschliches Leben auf dem Mars möglich sei. Dabei könne man auch die Kluft zwischen Natur- und Geisteswissenschaften überwinden.

 

 “Ohne Rückflugticket zum Mars” veröffentlichten die Potsdamer Neuesten Nachrichten ebenfalls am 3. Januar einen Artikel im Lokalteil für die Stadt Potsdam. Darin lautet es:

Stressresistenz wäre sicherlich angebracht, schließlich sollen die Menschen auf engstem Raum zusammenleben – bis zum Tod. Das Zusammenleben unter Extrembedingungen ist es auch, was den Studenten an dem Projekt mit am meisten fasziniert, wie er selbst sagt. „Ich glaube, dass die Mission wichtige Erkenntnisse für unsere Gesellschaft darüber liefern kann, wie das Zusammenleben auf engstem Raum und unter widrigen Umständen funktionieren kann.“ Zum Beispiel könne die Menschheit lernen, wie mit geringen Ressourcen Energie erzeugt oder Wasser gewonnen werden kann. Newiak, der sich selbst als politischen Menschen bezeichnet, denkt auch an globale Probleme wie Armut auf der Erde oder die Umweltzerstörung. Für ihn ist die Mission eine Art zweite Chance für die Menschen. „Aus den Fehlern der Vergangenheit können wir in der Zukunft auf der Erde wie auf dem Mars lernen“, meint er. An eine Kolonisation des Planeten in naher Zukunft glaubt er zwar eher nicht. Aber er ist der Meinung, dass das Projekt den Menschen weiterhelfen könnte – auch durch die technischen Neuerungen, die ein solches Projekt mit sich bringt. „Die Reise zum Mond brachte damals ja auch einen unheimlichen Innovationsschub mit sich“, sagt er.

 

“Wenn er Glück hat, lebt er bald auf dem Mars” heißt ein Artikel, den der Berliner Kurier am 3. Januar publizierte.

In der All-Erfahrung sieht der 25-Jährige eine große Chance. Nicht nur eine persönliche. Sondern vor allem die Möglichkeit, die irdischen Verhältnisse zu überdenken. „Wenn mich jemand fragt, ob ich mir ernsthaft vorstellen kann, auf so engem Raum zu leben, dann frage ich, wie manche Menschen auf der Erde leben müssen.“

 

Am 4./5. Januar berichtete auch die Berliner Zeitung über die Chance auf das “One-Way-Ticket zum Mars” (online nicht verfügbar).

Newiak ist durch Zufall im Internet auf die “Mars One”-Mission gestoßen. Er bewarb sich sofort. “Natürlich war die Begeisterung meiner Eltern erst einmal nicht gerade riesig”, sagt der Student. Wie erklärt man auch einer Mutter, dass man verreisen wolle, für immer, zum Mars. “Ich habe meinen Eltern aber erklärt, dass es mir nicht um ein Abenteuer geht. Ich will eine politische Botschaft rüberbringen”, sagt er. Man werde von der Marsmission schließlich viel lernen auf der Erde. “Man kann auf dem Mars wunderbar erforschen, wie man mit knappen Wasserressourcen umgehen muss, wie man mit geringsten Mitteln Energie erzeugen oder ohne Hierarchien leben kann”, erklärt Newiak überzeugt.

 

Korrekturen zu der Berichterstattung:

Die PNN hatten irrtümlicherweise berichtet, dass ich “im Hochschulparlament [engagiert]” bin. Tatsächlich war ich 2010/2011 Mitglied des Studierendenparlaments an der Universität Potsdam.
Die Berliner Zeitung hatte irrtümlicherweise berichtet, dass ich “im Sommer […] als Rettungsschwimmer und Einsatzsanitäter bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft [arbeite]”. Tatsächlich bin ich von der DLRG ausgebildeter Rettungsschwimmer und Einsatzsanitäter und ehrenamtliches Vereinsmitglied.