Die Spannung steigt: Qualifikations-Ergebnis zu Runde 3 am 16. Februar

Foto: A. Klaer/PNN

Foto: A. Klaer/PNN

Mit dem Ende der zweiten Bewerbungsrunde von “Mars One” steht die Veröffentlichung der Ergebnisse für die Qualifikation zur dritten Ausscheidungsrunde bevor: Am 16. Februar möchte die niederländische Stiftung bekannt geben, wer der noch verbliebenen 660 Kandidat_innen der ursprünglich über 200.000 Bewerber_innen sich für die nächste Runde im Bewerbungsverfahren um eines der “One-Way-Tickets” zum Mars qualifiziert hat. Mars One hatte seit dem 8. Dezember bis zum vergangenen Freitag alle Kandidat_innen interviewt. Nun entscheidet sich, wer von ihnen in der kurzen Gesprächszeit einen solchen Eindruck hinterlassen konnte, dass sie als zukünftige Mars-Einwohner_innen geeignet sein könnten. Auf mars.denis-newiak.de werde ich unmittelbar die aktuellen Ergebnisse bekanntgeben.

Die verbliebenen Kandidat_innen werden in Runde 3 verschiedene Herausforderungen bestehen müssen: In Gruppen werden sie sich unter schwierigen Bedingungen verschiedenen Aufgaben stellen und versuchen, sich als geeignete Mars-Astronaut_innen zu beweisen. Wer diesen Schritt schafft, wird noch ab Ende diesen Jahres vollzeit zu einer oder einem zukünftigen Raumfahrer_in ausgebildet. Mehr zum Auswahlverfahren lässt sich auf der Seite von Mars One erfahren.

Um die Wartezeit zu überbrücken, empfehle ich die Lektüre der “Potsdamer Neuesten Nachrichten” mit einem aktuellen Bericht zum laufenden Auswahlverfahren. Auch die “Berliner Morgenpost” hat sich Ende letzten Jahres an mein Vorhaben erinnert und hat darüber in der Silvesterausgabe berichtet, was sich hier online nachlesen lässt.

“Mars One”-Bewerbung: Presseschau für die 2. und 3. Kalenderwoche 2014

"Neues Deutschland" vom 14. Januar 2014 (Bild: Ulli WInkler, imago/UPI Photo, Rother)

“Neues Deutschland” vom 14. Januar 2014 (Bild: Ulli WInkler, imago/UPI Photo, Rother)

Auch in den vergangenen zwei Wochen hat die Presse über meine Bewerbung bei “Mars One” und das Erreichen der zweiten Auswahlrunde berichtet.

Auf dieser Seite möchte ich erneut einige dieser Beiträge vorstellen.

Der RBB berichtete am 6. Januar mit einem kurzen Fernsehbeitrag auf ZIBB sowie einem Radiointerview auf Antenne Brandenburg. Im Gespräch hieß es:

[D]as Schöne ist, dass es einerseits ein politisches Projekt ist, in dem Sinne, dass wir ganz neue Diskussionen führen können, aber dass es gleichzeitig nicht voreingenommen ist. Wir können also ganz frei denken und überlegen, wie dort eine Gesellschaft organisiert sein soll. Natürlich wird es auch dort eine Form von politischer Konstruktion geben müssen. Man muss sich überlegen, wie die Situation auf dem Mars sein wird: Die Leute werden vollständig auf sich selbst angewiesen sein. Sie werden selbst wirtschaften müssen. Sie werden sich selbst verpflegen müssen. Sie werden kooperieren müssen. Es wird also eine Form des gemeinschaftlichen Wirtschaftens sein. Das ist etwas, was ich mir auch auf der Erde wünschen würde. Wenn wir das auf dem Mars schaffen können, ist das auch eine Message für das Leben auf der Erde.

Auch das ZDF entschied sich dazu, im Morgenmagazin einen Beitrag auszustrahlen, der am 10. Januar erstmalig übertragen wurde.

Die Potsdamer Neuesten Nachrichten veröffentlichten ein ausführliches Interview am 10. Januar unter der Überschrift „Auf dem Mars ist Gesellschaft anders denkbar“:

Das Experiment kann zeigen, dass Gesellschaft auch anders denkbar ist als auf der Erde. Auf dem Mars werden die Menschen in kleinen Gruppen leben müssen, die alles selbst machen. Da wird es niemanden geben, der die Dienstleistungen erbringt oder jemanden, der das ganze Geld in der Hand hält und die anderen für sich arbeiten lässt. Das wird einfach nicht funktionieren, weil jeder auf jeden angewiesen ist und es eine Form von gemeinschaftlichem Wirtschaften geben muss. Und wenn das selbst unter schwierigsten Bedingungen auf dem Mars möglich ist, sollte hier auf der Erde allemal eine andere Form des Wirtschaftens und Zusammenlebens möglich sein.

Ich freue mich über mehrere Radio-Auftritt, darunter bei Flux FM 100,6, BLN.FM, Radio Teddy, im “Funkhaus Europa” von Radio Bremen, rbb und WDR sowie in Radio Eins und Radio Berlin 88,8 vom RBB, Radio Potsdam, Radio Paradiso und BB Radio (letztere online nicht verfügbar).

Ein kurzer Beitrag der dpa wurde unter anderem auf stern.de und auf der Website der “Süddeutschen” veröffentlicht.

Am 11. Januar berichtete auch das “Neue Deutschland” von meiner Bewerbung. Daraus zitiert:

Der Ruhm, als erste Mensch auf dem Mars zu stehen, bedeutet ihm nichts. Das Abenteuer lockt ihn nicht. Ihm geht es um ganz andere Dinge, um politische Fragen. Der junge Mann sieht eine historische Chance, die Fehler, die auf der Erde gemacht wurden, auf dem Mars nicht zu wiederholen und eine ganz neue, gerechte Gesellschaft aufzubauen. Das könnte dann Signalwirkung haben für die Erde, auch hier die scheinbar festgefahrenen Wege zu verlassen. Ethische Fragen ließen sich ebenso beantworten. Es besteht die Ansicht, die Reise zum Mars ohne Rückkehr sei nicht vertretbar und müsste verboten werden. Da sagt Newiak: »Wieso wird nicht verboten, dass eine Milliarde Menschen auf der Erde mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müssen.«

Sicher würden die Lebensbedingungen auf dem Mars zunächst »absurd« hart sein, weiß Newiak. Die Forschungsstation wäre aber gewiss komfortabler als die Behausungen von Milliarden Menschen. So wie die Kosmonauten nie wieder woanders hin könnten, so können auch diese Erdenbürger nicht wegziehen. Sie sind bitter arm, haben keine Alternative. In seinem Bewerbungsvideo visualisierte Newiak seine Überlegungen mit einem Foto von einem Elendsviertel.