Zweite Runde bei Mars: Aktuelle Presseberichte

ZDF Mittagsmagazin vom 21. Januar 2014

ZDF Mittagsmagazin vom 21. Januar 2014

Nach der Vorauswahl von rund 1.000 Qualifizierten für die 2. Runde von “Mars One” ist es um das Projekt vorübergehend ruhiger geworden: Hinter den Kulissen werden die Auswahlgespräche und Tests für die verbliebenen Kandidat_innen vorbereitet und Verträge für Ausstrahlung und Übertragung der “Menschheitsmission” ausgehandelt. Doch vielleicht ist diese Zeit die spannendste: Warum sollten wir diese Mission wagen? Was gewinnen wir dabei? Wie können wir Gesellschaft, Glück und Wirtschaft neu denken, das Mensch-Sein neu verstehen? Diesen Fragen im öffentlichen Diskurs näher zu kommen halte ich für den interessantesten Aspekt des Vorhabens. Daher stelle ich hier Teile der Presseberichte vor, in denen sich Zeitungen und Zeitschriften darauf eingelassen haben, Gedanken zuzulassen, die nicht nur bis morgen reichen.

“Der Fritz – Das Magazin für Kultur und Lebensart” in Brandenburg druckte in seiner diesjährigen Frühlingsausgabe einen ausführlichen Beitrag über meine Qualifizierung für die zweite Runde:

Für mich ist das ein politisches Projekt”, sagt er. “Mit der Besiedlung eines neuen Planeten kann man ein ganz neue Gesellschaft aufbauen. Auf dem Mars soll es keine Armut geben und kein soziale Ungerechtigkeit, sondern eine friedliche, solidarische Gesellschaft mit einem gemeinamen Ziel.” Der rote Planet ist für Denis Newiak der ideale Ort, um eine linke Utopie zu verwirklichen. Versteht er sich als Sozialist, vielleicht sogar als Kommunist? Er überlegt kurz, schüttel dann den Kopf: “Unter diesen Begriffen verseht jeder etwas anderes”, sagt er. “Deshalb möchte er sie nicht mit dem Mars-Projekt in Verbindung bringen. “Dort wird etwas ganz Neues entstehen, vielleiht wirklich eine klassenlose Gesellschaft.” … Wenn der Nachwuchsastronaut über sein Vorhaben spricht, wirkt er ruhig und reflektiert. Er weiß, dass die Mars-Mission für viele ein absurde Idee ist, doch für ihn ist es ein realistisches Projekt mit Risiken, aber vor allem mit großen Chancen.”

Die Märkische Oderzeit veröffentlichte einen längeren Bericht am 14. Februar 2014, in dem es unter anderem heißt:

„Ich wollte schon immer wissen, was unsere Welt zusammenhält“, sagt der Hobby-Astrophysiker. Die gefährliche Reise sei eben der Preis für seinen Forscherdrang. Der angehende Filmwissenschaftler erhofft sich etwa Antworten auf die Fragen, ob Menschen ohne Hierarchien völlig autark leben können, in der Lage sind, sich medizinisch selbst zu versorgen, Pflanzen züchten, die sie essen, mit knap-pen Wasserressourcen umgehen, mit wenig Mitteln Energie erzeu-gen. „Es gibt Gegenden auf der Erde mit schlechteren Bedingun-gen“, sagt er.

Auch die “Freizeit Spaß” (Ausgabe 14/2014) berichtete von dem Vorhaben:

Einen Rückflug wird es nicht geben! Trotzdem will Denis Newiak dabei sein. Warum? “Wenn ich mich auf der Erde umschaue, sehe ich viele Problem wie Ausbeutung und Umweltzerstörung. Auf dem Mars können wir ein Alternativ-Konzept einer Gesellschaft entwerfen und den Begriff Glück neu definieren, davon ist der 25-Jährige überzeugt … “Sicherlicht wird es schmerzhaft, sich von den Liebsten auf der Erde zu trennen”, weiß er. Aber sie verstehen, dass es mir nicht um ein Abenteuer geht. Sondern um den Versuch zu beweisen, dass ein anderes, besseres Leben für alle Menschen möglich ist.”

Das ZDF Mittagsmagazin hat mich am 21. Januar zu sich nach Mainz eingeladen, um über das Mars-Projekt und die weiteren Entwicklungen zu sprechen. Hier geht’s zum Video in der Mediathek des ZDF.

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