Warum unterstütze ich Mars One?

Die Gründe, warum mich das Projekt “Mars One” fasziniert und ich bereit bin, mich dafür zu engagieren, sind vielfältig. Hier sind die wichtigsten:

  • „Mars One“ ist ein visionäres Projekt: In ihm können sich Lösungen auf zentrale Gegenwartsprobleme verwirklichen, was derzeit kein vergleichbares Projekt kann. Somit ist “Mars One” auch ein Projekt mit einer politischen Dimension.
  • „Mars One“ versucht, einen Großteil der Weltbevölkerung bei dem weiteren Verlauf des Projekts von Anfang an einzubeziehen: Von der Finanzierung über die „Rekrutierung“ der Besatzung bis zur Teilhabe an Ausbildung, Mission und Forschung durch moderne Kommunikationsmittel. Damit hebt sich das Projekt wesentlich von staatlichen, eher „hermetisch“ auftretenden Raumfahrtprojekten ab.
  • „Mars One“ könnte für eine Welle der Begeisterung für die Astronomie und die Wissenschaft im Allgemeinen sorgen, während derzeit das allgemeine Interesse an der Astronomie eher schwach ausgeprägt ist. Gerade die Beteiligungsverfahren machen Wissenschaft wieder er-lebbar und verleihen ihr gesellschaftliche Bedeutung und Rückhalt.
  • „Mars One“ setzt zwar zwecks größerer Beteiligung und der Möglichkeit der Finanzierung auf eine stringente „Vermarktung“, letztlich stehen aber die Forschungsinteressen im Mittelpunkt, die durch unbemannte Mars-Missionen nicht im erforderlichen Maße befriedigt werden könnten. Durch die Verbindung von naturwissenschaftlichen Experimenten und den aus dem Missionsziel resultierenden soziologischen, medienwissenschaftlichen und kulturhistorischen Fragen könnte das Projekt auch einer “Versöhnung” von Natur- und Geisteswissenschaften helfen.

Im Mittelpunkt meiner Bewerbung stehen drei zentrale Punkte, die ich im Laufe des weiteren Projektverlaufs stark machen möchte und die sich aus meinen politischen und gesellschaftlichen Interessen und Ansichten ergeben:

  • Die Astronomie muss neu beflügelt werden. Dazu braucht es auch visionäre Großprojekte, die aufweisen können, wie wichtig diese Wissenschaft für das tatsächliche Leben der Menschen und das Verständnis unserer Welt ist.
  • Die Beteiligung möglichst aller Menschen an diesem Projekt ist für mich essentiell, das hebt dieses Vorhaben von anderen Forschungsprojekten ab. Genauso wie alle Menschen an unserer gemeinsamen Geschichte teil haben sollten, sollten auch diejenigen, die sich für die Mission zur Verfügung stellen, volle Unterstützung aus der übrigen Bevölkerung erhalten.
  • „Mars One“ bedeutet vor allem Wissenschaft, aber nicht nur. Vor allem ist das Projekt nicht einfach “Unterhaltung”. Im Gegenteil: Dieses Projekt hat eine politische Dimension, die für mich als politischen Menschen noch an Bedeutung gewinnen muss. Die interplanetarische Raumfahrt mit ihrem immensen Investitionsaufwand stellt unser Wirtschaftssystems in Frage, denn solange sich die Reichtümer dieser Welt in den Händen einiger Weniger befinden, werden die Menschen niemals die Potentiale entfalten können, wie sie es wirklich verdient hätten. „Mars One“ fordert damit auch eine Diskussion über das Gesellschaftssystem, welches hier und heute auf der Welt existiert – und die bekannten und nicht abstreitbaren Konflikte von Massenarmut, Umweltzerstörung und Willkürherrschaft erzeugen.

Lest auch meine Meinung zu einigen immer wieder geäußerten Kritik-Punkten am Vorhaben “Mars One”.

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