Was ist “Mars One”?

Mars One ist eine private Stiftung niederländischen Rechts unter Leitung des Unternehmers Bas Lansdorp. Das Projekt verfolgt das Ziel, im Jahr 2025 erstmalig Menschen erfolgreich auf dem Mars landen zu lassen.

Besonderes Merkmal der be-‘mannten’ Mars-Mission ist (im Unterschied zu den Plänen der Raumfahrtagenturen), dass die Astronaut_innen nicht vom Mars zurückkehren sollen, sondern den Rest ihres Lebens auf dem Nachbarplaneten verbringen. Sie werden so nicht nur verschiedene naturwissenschaftliche Experimente und Untersuchungen durchführen, die derzeit robotisch nicht bewerkstelligbar sind, sondern zugleich eine kleine “Kolonie” begründen, die sich autark versorgen soll. So werden enorme Kosten für den Rücktransport gespart und vor allem langfristige Missionsziele wie soziologische und humanbiologische Untersuchungen erreichbar, die bei einem kurzzeitigen Aufenthalt nicht zu verwirklichen wären.

In den kommenden Jahren bis zum bemannten Missionsstart werden nach den nötigen Planungen, Simulationen und Vorbereitungen zunächst acht Cargo-Fähren das benötigte Material einschließlich der Behausungen und Kraftwerke (Solarpanels) zum Mars bringen, die dort automatisiert für die Bewohnung weitestgehend vorbereitet werden. 2024 brechen dann die ersten vier Astronaut_innen zum Mars auf. Anschließend sollen etwa alle zwei Jahre – also immer, wenn sich Mars und Erde besonders nah sind und die Reisezeit so besonders kurz ist – jeweils vier weitere Menschen folgen. So wächst die Mars-Gemeinschaft Stück für Stück, und die Menschen leisten sich gegenseitig Gesellschaft.

Das Projekt finanziert sich zunächst aus Spenden, Merchandising und Crowdfunding, also einer Beteiligung eines möglichst großen Teils der Bevölkerung statt durch einzelne Großsponsor_innen. Im weiteren Verlauf soll die Finanzierung durch die Vergabe von Medienlizenzen gesichert werden. Da die finale Auswahl der Astronaut_innen in Fernseh- und Webübertragungen durch die Zuschauerschaft erfolgen soll, erhoffen sich die Projektleiter_innen erhebliche Aufmerksamkeit und dadurch auch Werbeeinnahmen, die für die Missionsziele genutzt werden. Die Bevölkerung soll an allen Schritten des Projekts – von der finalen Auswahl der Missions-Teilnehmer_innen über ihre Ausbildung bis zur eigentlichen Mission in Raumfähre und auf dem Mars – partizipieren und durch Video-Liveübertragungen beobachten können.

Ausführliche Informationen finden sich auf der offiziellen Website von “Mars One”, welche ich für diese kurze Zusammenfassung genutzt habe. Die Pläne unterliegen womöglich kurzfristigen Änderungen.

Weiterlesen: Warum lohnt sich eine bemannte Mars-Mission?

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